Der Tango Argentino (Teil 1)

Der Tango entstand in Argentinien und Uruguay Ende des 19. Jahrhunderts, wobei er sich seitdem auf diversen Weisen weiterentwickelt hat. In der Regel wird er im 4/8-, 2/4- oder 3/4 Takt getanzt, die Musik und der Tanz wird offiziell als Tango Argentino bezeichnet.

Seinen Anfang nahm der Thamburg-1508816_960_720ango in Buenos Aires, als immer mehr Einwanderer und Einheimische zusammentrafen und die verschiedenen Kulturen verschmolzen. Vor allem Millionen Spanier, Italiener und afrikanische Sklaven waren nach Argentinien migriert. Die Wohnungen waren knapp, es gab kaum Arbeit für alle Menschen und es herrschte Armut. Es war zu solchen Zeiten, als Künstler mit verschiedenen Musikinstrumenten neue Stile ausprobierten, unter anderem wurde mit Rhythmen des Candombe experimentiert. Auch der deutsche Walzer und die Habanera waren ein wichtiger Einfluss, der stammt aus Kuba und wird manchmal als Tango Americano bezeichnet. Zu Weihnachten und Karneval gab es bunte Straßenfeste, wo Menschen die neue Musik spielten und dazu tanzten.

Zu den Standardinstrumenten des Tangos gehörten früher größtenteils Violine und Gitarre, etwas später wurde allerdings auch Klavier und Bandoneon eingesetzt und dies gab dem Tango schließlich seinen spektakulären Sound. Buenos Aires ist eine Hafenstadt, da Menschen zu der Zeit in Armut lebten, wurde der Tango immer mehr ein Symbol für die Not und Einsamkeit. Wirklich beliebt wurde der Tango erst um 1900, da Musiker ihre neu kreierten Stücke auf Schallplatten verkauften und sie ein größeres Publikum durch das Radio erreichen konnten. Es gab argentinische Tänzer die nach Europa reisten, sich dort niederließen und Tanzschulen eröffneten, wo sie den Tango lehrten. Die argentinische Oberschicht betrachtete den Tanz als vulgär, wegen der Herkunft des Tangos, die Mehrheit der Bevölkerung allerdings fand Gefallen am neuen Tanzstil. Die Körper der Tanzpartner mussten eng umschlungen sein – Brust, Taille, Arme und Beine, alle Körperteile wurden in sinnlicher Art und Weise genutzt. Streng religiöse Menschen nannten den Tanz eine Stünde und versuchten ihn zu verbieten, ohne Erfolg.

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